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Was bedeutet der U-Wert bei Fenstern? Die wichtigsten Kennzahlen für Ihre Energieeffizienz

14. Sept.
4 Min. Lesezeit

Beim Kauf neuer Bauelemente oder einer anstehenden energetischen Modernisierung stoßen Immobilieneigentümer rasch auf den Begriff des U-Werts. Dieser Kennwert entscheidet maßgeblich darüber, wie viel Heizwärme über die Rahmenkonstruktion und das Glas nach außen entweicht. Eine falsche Wahl oder die Unkenntnis der genauen Zusammenhänge führt häufig zu unnötig hohen Heizkosten und verpassten Förderchancen.


Als erfahrener Fachbetrieb in Leverkusen begleitet ngb Bauelemente Sie durch den gesamten Modernisierungsprozess. Wir analysieren den Ist-Zustand Ihres Gebäudes im Rheinland und berechnen den optimalen Dämmwert für Ihre neuen Fenster und Außentüren. Unser Montageteam verbaut ausschließlich zertifizierte Profilsysteme namhafter Hersteller, die allen aktuellen gesetzlichen Auflagen lückenlos entsprechen.


Ein tiefes Verständnis der U-Werte hilft Ihnen dabei, die Wirtschaftlichkeit verschiedener Fenstersysteme realistisch einzuschätzen. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen leicht verständlich, worauf es bei den einzelnen Kennzahlen ankommt und wie Sie maximale Energieeinsparungen an Ihrem Gebäude erzielen.




Der U-Wert einfach erklärt


Der U-Wert bezeichnet in der Bauphysik den Wärmedurchgangskoeffizienten eines Bauteils. Er gibt präzise an, wie viel Wärmeenergie in Watt pro Quadratmeter Fläche bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin zwischen innen und außen nach außen strömt. Die offizielle Maßeinheit lautet daher W/(m²K).


Für Ihre praktische Planung gilt eine denkbar einfache Grundregel: Je kleiner der mathematische U-Wert ausfällt, desto besser ist die Dämmwirkung des Fensters. Ein niedriger Wert bedeutet schlichtweg, dass die Wärme dort bleibt, wo sie hingehört – in Ihren Wohnräumen.


Veraltete Einfachverglasungen aus den 1970er-Jahren weisen oft noch erschreckende U-Werte von 4,0 bis 5,0 W/(m²K) auf. Moderne Dreifach-Wärmeschutzverglasungen drücken diese Kennzahl dagegen problemlos auf unter 0,8 W/(m²K), was die Wärmebrücken im Haus drastisch reduziert.


Ug, Uf und Uw – Die drei entscheidenden Teilwerte 


Ein Fenster besteht nie aus einem einzelnen Werkstoff, sondern setzt sich aus dem Glas, dem Rahmen und dem Randverbund zusammen. Aus diesem Grund unterteilt die Fachwelt den gesamten U-Wert in drei unterschiedliche Kennzahlen, die Sie beim Vergleich verschiedener Angebote exakt unterscheiden müssen.


Der Ug-Wert beschreibt ausschließlich die thermischen Eigenschaften des Glases (g = Glass). Dieser Wert fällt bei modernen Verglasungen durch Edelgasfüllungen wie Argon und hauchdünne Edelmetallbeschichtungen auf den Scheiben extrem niedrig aus.

Der Uf-Wert steht für die Wärmedämmung des Fensterrahmens (f = Frame). Hier bieten Mehrkammer-Kunststoffprofile oder thermisch getrennte Aluminiumrahmen exzellente Isolationswerte gegen die winterliche Kälte.


Der entscheidende Gesamtwert für das komplette Bauteil ist jedoch der Uw-Wert (w = Window). Er setzt sich aus den Flächenanteilen von Glas und Rahmen sowie dem Wärmeverlust am Scheibenrand zusammen. Achten Sie bei Angeboten immer darauf, dass Handwerker Ihnen den Gesamtwert Uw nennen und nicht nur den meist besseren Glaswert Ug.


  • Ug-Wert: Reiner Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung 

  • Uf-Wert: Isolationswert des verwendeten Rahmenprofils 

  • Uw-Wert: Maßgebliche Gesamtkennzahl für das betriebsbereite Fenster 

  • Psi-Wert: Berücksichtigung der Wärmebrücke am Randverbund ("Warme Kante") 


Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes für den U-Wert beim Fenstertausch


Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt in Deutschland verbindliche Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von Gebäudeteilen fest. Wenn Sie mehr als 10 Prozent der Fensterfläche Ihres Hauses austauschen oder grundlegend erneuern, müssen Sie diese Grenzwerte strikt einhalten.


Für normale Fenster, Balkontüren und Terrassentüren schreibt das Gesetz derzeit einen maximalen Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) vor. Dachflächenfenster dürfen nach den Vorgaben des Gesetzgebers einen Wert von 1,4 W/(m²K) nicht überschreiten.


Bei ngb Bauelemente verbauen wir standardmäßig Systeme, die diese gesetzlichen Mindestanforderungen spürbar unterbieten. Damit stellen wir sicher, dass Ihre Immobilie im Rheinland nicht nur heutigen Standards genügt, sondern auch für künftige Verschärfungen der Umweltgesetze gerüstet bleibt.


Welcher U-Wert passt zu Ihrer Bausubstanz im Rheinland?


Nicht in jedem Gebäude ist der Einbau des Fensters mit dem absolut niedrigsten U-Wert pauschal die sinnvollste Entscheidung. Die thermischen Eigenschaften der neuen Fenster müssen zwingend auf die bestehende Außenwand abgestimmt sein, um spätere Bauschäden zu verhindern.


Setzen Sie extrem hochgedämmte Passivhausfenster mit einem Uw-Wert von 0,7 W/(m²K) in eine völlig ungedämmte Außenwand aus den 1950er-Jahren ein, verschiebt sich die kälteste Stelle im Raum vom Glas auf das Mauerwerk. Dort kann Raumfeuchtigkeit kondensieren und Nährboden für Schimmel bilden.

Bei ungedämmten Bestandsbauten wählen wir die Fensterkomponenten deshalb mit Bedacht aus oder empfehlen unterstützende Maßnahmen wie dezentrale Lüftungssysteme. Unser Team analysiert Ihre Wände vor Ort in Leverkusen, Düsseldorf oder Köln und empfiehlt Ihnen das physikalisch passende Fenstersystem.


Einbau und Montage 


Der beste berechnete Uw-Wert auf dem Papier verliert im Alltag seine Wirkung, wenn die Montage der Elemente fehlerhaft durchgeführt wird. Schlecht abgedichtete Anschlussfugen zwischen Rahmen und Mauerwerk erzeugen massive Wärmebrücken, durch die die Kälte ungehindert in die Wohnräume zieht.


Aus diesem Grund erfolgt die Montage durch ngb Bauelemente streng nach den anerkannten Regeln der Technik und den Grundsätzen der RAL-Montage. Wir dichten die Fuge innen dampfdicht, mittig hochdämmend und außen schlagregendicht ab.

Diese Dreischicht-Abdichtung garantiert, dass der ermittelte U-Wert auch an den Schwachstellen der Gebäudehülle erhalten bleibt. Vertrauen Sie auf die Erfahrung unseres Fachbetriebs im Rheinland für ein rundum energieeffizientes Zuhause.



Häufig gestellte Fragen zur DIN 18008 im Rheinland 


Muss ich meine alten, bestehenden Fenster im Haus jetzt wegen der neuen DIN 18008 nachrüsten?

Nein, für bestehende Verglasungen gilt in Deutschland grundsätzlich ein sogenannter Bestandsschutz, solange Sie keine baulichen Veränderungen an den Elementen vornehmen. Sobald Sie jedoch alte Fenster austauschen oder den Altbau großflächig modernisieren, greifen die aktuellen Vorschriften der DIN 18008 für die neuen Bauteile verpflichtend.

Die Pflicht zum Sicherheitsglas (ESG/VSG) betrifft normale Fenster im Erdgeschoss nur dann, wenn die Verglasung eine Brüstungshöhe von unter 80 Zentimetern aufweist oder als absturzsicherndes Element dient. Bei Standardfenstern mit normaler Brüstungshöhe reicht weiterhin eine hochwertige, normale Dreifach-Wärmeschutzverglasung ohne Einschränkungen aus.

Das Team von ngb Bauelemente prüft jede Terrassen- und Schiebetür vor der Produktion auf die Einhaltung der DIN 18008 und dokumentiert die statische Eignung der Gläser. Wir verbauen im bodentiefen Bereich standardmäßig Sicherheitsgläser, damit Sie beim Reinigen oder bei Missgeschicken im Alltag absolut geschützt sind.

In erster Linie haftet der ausführende Betrieb für die mangelhafte, nicht normgerechte Werkleistung und muss die Gläser auf eigene Kosten gegen konforme Scheiben austauschen. Da Sie als Bauherr jedoch eine allgemeine Verkehrssicherungspflicht für Ihre Immobilie tragen, sollten Sie von Anfang an nur auf zertifizierte Fachbetriebe vertrauen.





 
 
 

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